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Die
Tiere
Bei meinen,
für den tiergestützten Einsatz trainierten, Tieren
handelt es sich um zwei Lamas, die damals nicht an die Menschenhand
gewöhnt waren. Mit viel Zeit und Geduld ließen sich
die beiden Stuten davon überzeugen, dass der Kontakt mit den
Menschen eine ganz wunderbare Sache sein kann. Die Tiere trainiere ich
ausschließlich mit positiver Bestärkung. Ich lobe
mit freundlicher Stimme und Streicheleinheiten, setze zu keinem
Zeitpunkt Futter als Belohnung ein und ignoriere nicht
erwünschtes Verhalten.
Lamas sind – entgegen dem Denken der Allgemeinheit
– sehr intelligente, schlaue Tiere, dabei charakterstark und
eigenwillig. Sie haben ein wollig weiches Fell, ideal zum Anfassen und
Streicheln. Sie gehen aufrecht und stolz. Ihr Schritt wirkt sehr
elegant und anmutig. Lamas wirken sich auf ihre Umgebung entspannend
und ausgleichend aus. Auch können sie sich der jeweiligen
Stimmung anpassen.
Wer Lamas kennen lernen möchte, braucht Zeit. Lamas
sind überaus neugierig und fast genau so scheu. Meistens siegt
jedoch ihre Neugier. Sie verhalten sich dem Menschen gegenüber
sehr vorsichtig, sanft und freundlich. Die großen,
freundlichen Augen und ihr breiter Mund, der immer zu lächeln
scheint, runden das Bild ab.
Seit einigen Jahren weiß man diese Vorzüge -
mittlerweile auch in Deutschland - in der tiergestützten
Therapie und Pädagogik zu schätzen. Die USA ist mit
dem therapeutischen Einsatz der Lamas der Vorreiter auf diesem Gebiet.
Auf den Fotos sehen sie die beiden Therapiebegleiter Hanna und Gundi.
„Die
Wolle der Lamas ist fein und weich wie ein Mantel in Watte. Sie bewegt
sich bei jedem Windhauch.
Und anmutig sind diese Tiere, sehr
leichtfüßig. Als kleines Mädchen versuchte
ich so graziös zu laufen wie sie,
mit hoch erhobenem Kopf
– aber nur, wenn ich alleine die Tiere meiner Familie
hütete und niemand zuschauen konnte“
Petrona Mamani, Lamazüchterin in Peru
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Tiere
sind so angenehme
Freunde - sie stellen
keine Fragen, sie kritisieren
nicht.
George
Elliot, Scenes of Clerical Life
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